30
Jahre Schach an der Schule am Aasee und in Bockraden
Vor fast
genau 30 Jahre nahm eine Erfolgsgeschichte in einer Sportart ihren Anfang, die für
eine Hauptschule nicht gerade typisch ist. Es begann damit, dass Klaus Katlun
seinem Klassenlehrer Bruno Kreimeyer den Vorschlag machte, die Lehrer der
damaligen Hauptschule Bockraden zu einem Schach-Wettkampf herauszufordern. Klaus
war sich sicher, auch an einer Hauptschule genügend Schachspieler für eine
schlagkräftige Schüler-Mannschaft zu finden. In der Folgezeit gelang es den
beiden, immer mehr Schüler für diesen Sport zu begeistern. Mit Unterstützung
von Rektor Joseph Teepe wurde eine Schach-AG eingerichtet.
Über all
die Jahre hinweg ließen sich jüngere Schüler immer wieder vom Schachfieber
der älteren Schüler anstecken. Nach und nach entstand eine richtige Welle der
Schach-Begeisterung, die später an der Schule am Aasee ihre Fortsetzung fand.
So ist Schach zu spielen an dieser Schule seit 30 Jahren einfach „in“.
Groß
blieb das Interesse am Schachspielen vor allem durch eine Rangliste mit den
Fotos aller Schachspieler in der Eingangshalle der Schule.
Eine große
Rolle spielte sicher auch die alljährliche Schach-Meisterschaft der Schule und
in ganz besonderer Weise das seit 20 Jahre von der ganzen Schule und vielen
Ehemaligen mitgetragene Euregio-Schach-Turnier.
Um diese Erfolgsgeschichte ein wenig zu feiern, hatte Bruno Kreimeyer am vergangenen Samstag alle Schachmeister der Jahre 1978 bis heute und das Organisationsteam des Euregio-Turniers zu einer Jubiläumsfeier in die neue Mensa der Schule eingeladen.
Dabei rief er mit einer Powerpoint-Präsentation noch einmal viele Aktivitäten und Erfolge der letzten 30 Jahre in Erinnerung.
Die Fotos
von den Schul-Schach-Meisterschaften führten allen vor Augen, wie viele Schüler
in fünf Schüler-Generationen an der Schule Schach gespielt haben. Fast jedes
Jahr nahm die Schule erfolgreich an den Kreis- und Bezirks-Meisterschaften teil,
oft als einzige Hauptschule in allen vier Wettkampfklassen. 18 Mal errangen
Mannschaften der Schule den Kreismeister-Titel. Mehrere Mal gelang sogar ein
Doppelsieg.
Seit 1990 nahmen die Schachspielerinnen regelmäßig an der Mädchen-Meisterschaft von NRW teil. Dabei konnten sie sich oft als einzige Hauptschule gegen die Übermacht der Gymnasien erstaunlich gut behaupten.
Absolute
Highlights in den 30 Jahren der AG Schach waren:
1991
versuchte die Schule in das Guinnessbuch der Rekorde zu gelangen.
An der
Schule spielten damals 84% der Schüler Schach.
1998
erhielten 51 Schüler bei einem Turnier in Köln ein Autogramm vom damaligen
Schachweltmeister Juri Kasparov.
2002
nahmen sie am größten Jugendschach-Turnier der Welt „Rechtes gegen linkes
Alsterufer“ mit 2472 Schülern in Hamburg teil.
Ein
besonderes Erlebnis stellte für die Schüler immer wieder der Besuch der
Schachturniere in Luxemburg, in Eupen in Belgien und in Hengelo, Almelo und
Enschede in Holland dar.
Aus
kleinsten Anfängen entwickelte sich seit 1990 das Euregio-Schach-Turnier mit
inzwischen 600 Teilnehmern zum größten Schachturnier, das von einer einzelnen
Schule durchgeführt wird.
1997
wurde daraus ein Vier-Nationen-Turnier, an dem regelmäßig auch Mannschaften
aus Luxemburg, Belgien und Holland teilnahmen.
Seit 1998
wird bei diesem Turnier die Hauptschul-Meisterschaft von NRW und seit
2000 sogar die deutsche Hauptschul-Meisterschaft ausgespielt.
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Platzierungen der Schule am Aasee beim Wettkampf um die beste Hauptschule beim 1. - 22. Euregio-Schachturnier |
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Pl. 3 |
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