Zum
Konzept der Rangliste der Schachspieler
Schon
seit vielen Jahren wird der Blick eines jeden Besuchers der Schule am Aasee auf
einen Glaskasten gelenkt, der sich gleich gegenüber dem Eingang der Schule
befindet. In ihm sind die Namen und Fotos der 96 besten Schachspieler der Schule
hinter einer Glasscheibe wie in einem Setzkasten so ausgestellt, dass sie immer
wieder leicht umgestellt werden können. Die Fotos werden meistens im 5.
Schuljahr gemacht. Daher sehen viele Mädchen und Jungen jünger aus als sie
zurzeit sind. Die Schachspieler sind von oben nach unten und von rechts nach
links nach ihrer Spielstärke angeordnet. Auf eine Durchnummerierung der
Ranglisten-Plätze wurde bewusst verzichtet, um die Position des Einzelnen nicht
allzu deutlich zu machen, da nebeneinander stehende Spieler häufig fast gleich
gut spielen können. Die Mehrzahl der Mädchen möchte keine eigene Rangliste.
Die Spieler kämpfen zwar ständig um eine bessere Platzierung, die meisten können
sich aber recht gut in ihrer Spielstärke selbst richtig einschätzen. Auch
finden sich die Anfänger durchweg gut damit ab, dass sie zunächst meist ganz
unten in der Rangliste platziert werden. Nur selten wünscht ein Schüler,
wieder aus der Rangliste heraus genommen zu werden. Es kommt vor, wenn ein
Spieler längere Zeit keine Fortschritte macht und weit hinter den Anfängern
zurückbleibt. In der Regel gelingt es den Spielern erst im 7. Schuljahr in die
obere Hälfte der Rangliste aufzusteigen. Da jede Umstellung mit einem gewissen
technischen Aufwand verbunden ist, wird die Reihenfolge nur etwa alle sechs
Wochen oder nach größeren Vergleichs-Wettkämpfen wie der
Schulschach-Meisterschaft verändert.
Beim
Rundgang der Grundschüler der 4. Klasse durch die Schule sagen diese nicht
selten: „Den da kenne ich!“ oder „Da möchte auch gern rein!“ Neue Schüler
kommen immer wieder zur AG Schach mit dem Wunsch, in die Rangliste aufgenommen
zu werden. Von älteren Schülern haben sie erfahren, dass sie als gute
Schachspieler an dieser Schule angesehen sind, häufig zu Turnieren fahren und
viele Medaillen gewinnen können. Viele Aussiedlerkinder haben als Schachspieler
schnell Anerkennung und neue Freunde gefunden. Stark umlagert ist die Rangliste
an den Tagen der Offenen Tür, wenn die Schüler ihre Familie und Verwandten mit
in die Schule bringen. Aber auch viele Besucher betrachten mit Interesse die
Rangliste und lesen die vielen Presse-Berichte, die in einem weiteren Glaskasten
daneben ausgehängt sind. Beeindruckt sind sie immer wieder von den Erfolgen der
Schachspieler bei den vielen Turnieren, an denen diese teilgenommen haben.
Kurzum, diese Rangliste trägt viel dazu bei, dass Schach zu spielen an der
Schule am Aasee einfach in
ist!